Westliche Kräuter in der Chinesischen Medizin

Am Anfang wird eine Anamnese (Erstgespräch) entsprechend der Traditionellen Chinesischen Medizin durchgeführt. Danach werden westliche Kräuter (Blüten, Blätter, Wurzeln etc.) gemäß dem individuellen Beschwerdebild zusammengestellt. Diese Rezepturen können nicht nur westlichen Kräuter, sondern auch chinesische Kräuter oder ein Mix aus beidem enthalten.

Holunderblüte, Tee Fotolia_99880087

Tee-Zubreitung

Die Rezeptur wird entsprechend

  • chinesischer Syndrom-Diagnostik (ein Syndrom = ein Komplex von Krankheitsbildern)
  • thermischer Wirkweise des Krautes (heiß, kühl)
  • nach Geschmackseigenschaften (sauer, bitter, süss, scharf, salzig)

erstellt und in Form von Tee, Dekokt, Infus, Granulat, Tablette,  Tinktur, Salbe, Öl verordnet.

Die Rezeptur wird von spezialisierten deutschen Apotheken zusammengestellt und direkt dem Patienten zugesandt.

 

Behandlung

  • Erstanamnese entsprechend der traditionellen chinesischen Medizin
  • Kräuter werden entweder als Einzeltherapie verordnet, meist aber mit anderen Behandlungsmethoden kombiniert.
  • Die Rezeptur wird dem Behandlungsverlauf angepasst und kann sich von einer Woche bis auf mehrere Monate erstrecken.
  • In Einzelfällen kann es kurzzeitig, wie in der Homöopathie bekannt, zu einer Erstverschlimmerung der Beschwerden kommen, bevor die eigentliche Linderung eintritt.

Diese Kräutertherapie ist nicht zu verwechseln mit der „Phytotherapie“, welche der Gesetzgeber anerkannt hat.

Weitere pflanzenheilkundlichen Therapien: